»Oldenburg auf dem Weg nach übermorgen.«

von hes • 20.03.2008 • Kategorien: Allgemein, Interview, Kultur

Man darf davon ausgehen, dass die (böse) Tiefkühltruhe Martha und die (gute) Tiefkühltruhe Heidi, die EWE-Chef Werner Brinker in der Finalrunde der Stadt der Wissenschaft in Jena vorstellte, ihren Anteil an Oldenburgs Sieg bei dem Wettbewerb hatten. Als gesichert gilt auch, dass mit dem Triumvirat aus Brinker, Oberbürgermeister Gerd Schwandner und Uni-Präsident Uwe Schneidewind und dem Motto »Talente, Toleranz und Technologie« bei der Vorstellung entscheidend gepunktet werden konnte.
Unbestritten ist mit Sicherheit aber der wesentliche Anteil von Kampagnenmanager Rainer Lisowski am Sieg. stadtpark konnte – kurz vor seiner Abreise in den verdienten Urlaub – mit ihm sprechen.

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Herzlichen Glückwunsch, Herr Lisowski! Ein knappes Jahr der Bewerbungsphase liegt hinter Ihnen. Wie anstrengend war es denn?
Lisowski: Das war mit Sicherheit das Anstrengendste, aber auch das Spaßigste, was ich in den letzten Jahren gemacht habe! Und es hatte seine ganz besondere Dramaturgie mit dem Jahr der Vorarbeit, der Qualifikation für die Endrunde im Dezember und einem atemberaubenden Schlussspurt bis zum Finale.

Wann haben Sie denn auf Sieg gesetzt?
Lisowski: (lacht) Das Gefühl »Wir packen das!« war tatsächlich irgendwann da, gerade aufgrund der Dynamik, die in Oldenburg mit den positiven Entscheidungen zur Max-Planck-Gesellschaft, zum Fraunhofer-Institut oder auch der TGO-Erweiterung in den Wochen der Entscheidung entstanden ist.

Können Sie Oldenburgs Vorteile gegenüber den Wettbewerbern klar ausmachen?
Lisowski: Das ist schwierig, da die Jury-Entscheidung nicht veröffentlicht wird. Positiv war sicherlich, dass erkennbar war, wie tief der Vernetzungsgedanke von Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Verwaltung schon verwurzelt ist. Zudem denke ich, dass wir auf dieser Basis unseren gemeinsamen Willen stärker als die Mitbewerber darstellen konnten.

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Wie können wir uns denn nun das Oldenburger Jahr der Wissenschaft 2009 vorstellen?
Lisowski: Wir werden verschiedene Projekte starten. Ganz besonders liegt mir hier die Wissenschaftsgeisterbahn am Herzen, mit der wir das Signal setzen, dass wir Wissenschaft aus den Laboren hervorholen und für jeden erfahrbar machen wollen. Dazu gehört auch der Tatort Wissenschaft, der – voraussichtlich in der Innenstadt – darstellen soll, wie viel Grundlagenforschung in ganz alltäglichen Gebrauchsdingen steckt. Und übergeordnet soll die zentrale Frage der Oldenburger beantwortet werden. Hierzu steht eine Grundidee aus den Ideenschmieden, allerdings müssen wir dieses Jahr konkret erarbeiten, was die Oldenburger besonders umtreibt: Energie, Klima, Demographie, Mobilität oder anderes. Wir werden daraus eine Frage entwickeln und diese im Jahr 2009 interdisziplinär beantworten. Dabei sollen möglichst viele beteiligt werden, und idealerweise steht am Ende eine Antwort, die vielleicht auch ganz konkret für die Stadtplanung genutzt werden kann – Oldenburg also auf dem Weg zur Übermorgenstadt 2020 begleitet.

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