CD-Rezensionen 04/08 (Teil II)
von abo • 10.04.2008 • Kategorien: Allgemein, Musik, Rezensionen»Soulphiction – do you understand?!«
Der Stuttgarter Soulphiction aka Michel Baumann, welcher auch schon Remixe für DJ Koze, Egoexpress, International Pony u.v.m. fabriziert hat, stellt auf diesem Album wieder einmal sein Können unter Beweis. Elektronische Beats treffen auf Jazz, Soul und Funk und ergeben einen abwechslungsreichen, überzeugenden Mix. Besonders hervorzuheben sind die zwei mitreißenden Songs »Velveteens« und »Reclap«. Musik für den Hausgebrauch wie auch für den Dancefloor. VÖ: 21.04.08

Sonar Kollektiv
»Cargo City – how to fake like you are nice and caring.«
Simon Konrad aka Cargo City erzählt auf diesem Album von Freundschaft und Liebe, von Zwischenmenschlichem und Alltäglichem in Form von Indie-Pop-Songs. Nachdenkliche Lieder wie auch schnellere Nummern mit Gitarren-, Piano- und Xylophonklängen werden mit elektronischen Spielereien verziert. Hin und wieder könnten sie zwar auch die Unterlegmusik von amerikanischen Jugendsendungen sein, aber das Album hinterlässt insgesamt einen Eindruck von gut durchdachter, schön instrumentierter Melodien. VÖ: 25.04.08

Rebecca & Nathan
»Tom Mansi & The Icebreakers – love on the rails.«
Liebe auf den Schienen kommt gleich im ersten Song und auf dem Cover mit der passenden Dampflok daher und ist eine gute Mischung aus ursprünglichem Rock’n’Roll, Country, Blues und Honky Tonk. Die Nordlondoner produzieren Spelunkenmusik vom Feinsten, die automatisch »On the Road«-Attribute hervorruft. Also ab auf die Maschine oder wahlweise in den Truck und los geht’s. Passend zum Sound würde ich hier aber nicht die englischen, sondern eher die amerikanischen Straßen empfehlen. VÖ: 25.04.08

Kartel/RTD
»The Soul Snatchers – sniffin’ and snatchin’.«
Soul ist zwar seit Amy Winehouse in der Musikbranche wieder schwer angesagt, aber diese niederländische Band wusste das auch schon vorher. Funkig und soulig geht es auf diesem neuen Album zu. Mit Bläsern, der Hammondorgel, Gitarren- und Basssounds plus der tiefen Stimme der Sängerin YoYo erschaffen sie tanzbare, mitreißende und schwungvolle Gute-Laune-Musik mit dem gewissen Vibe, die absolut überzeugt. VÖ: 28.04.08

Social Beats/Groove Attack
»Dead Child – attack.«
Fett auf die Ohren bekommt man bei diesem Album Metal-Brettermucke vom Härtesten. Die Band um Gitarristen David Pajo (Slint) erschafft hier Musik, die das Herz von vielen Metal-Fans erfreuen wird und mit den entsprechenden typischen Metal-Titelnamen verziert ist (»Never bet the devil your head«, »Twitch of the death nerve«…). Also: »Ein fünfköpfiger Frankenstein läuft unter den Sterblichen umher. Weder Muskelfleisch noch Moral können ihn aufhalten. Seine Botschaft ist 45 Minuten lang und so direkt wie ein Faustschlag ins Gesicht. Sein Name….Dead Child.« VÖ: 11.04.08

Quarterstick Records/Soulfood
»Tristan Brusch – my ivory mind.«
Tristan Brusch, welcher unter Musiker-Kollegen als faules Genie gilt, der nebenbei Multiinstrumentalist ist, macht hier Musik der ungewöhnlichen Art. Mit Gitarre oder wahlweise Banjo und Streicherarrangements werden schöne, leise Melodien erzeugt. Einzig allein die Stimme wirft Fragen auf: Leiert diese? Hat der in Virginia und Belfast aufgewachsene Brusch rumänische Vorfahren oder woher kommt der Akzent? Ob einem das Album gefällt, wird wohl daran entschieden, ob man seine Stimme mag. VÖ: 18.04.08

TIMEZONE/Rough Trade
»Beady Belle – belvedere.«
Weniger elektronisch als gewohnt, dafür aber sanfte und soulige Töne wird man auf dem vierten Album der norwegischen Band Beady Belle finden. Funkige Gitarren, grooviger Basssound und verträumte, jazzigere Töne bilden ein abwechslungsreiches Arrangement, über dem die lässige Stimme von Beate S. Lech schwebt. Warme Lounge-Musik aus dem kalten Norwegen, die zum Entspannen und Chillen einlädt. VÖ: 25.04.08

Jazzland/Universal Music
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