Tagebuch 05/08
von verlag • 28.04.2008 • Kategorien: Allgemein, Mein liebes TagebuchSo, 06.04.08 | Houwelandt – Ein Roman entsteht (Literaturbüro im Casablanca)
Unter der Frage, wie ein Roman entsteht, schuf der gezeigte Film nicht nur ein sensibles Autorenporträt, sondern auch eine Abbildung des Literaturbetriebs, die für In- und Outsider gleichermaßen interessant war. Hauptakteure waren neben dem Autor John von Düffel mit seinem Roman »Houwelandt« Verleger, Lektoren, Graphiker, Vertriebsleiter und Pressesprecher, die den Entstehungsprozess des Romans maßgeblich mitgestaltet haben. Im anschließenden Gespräch kommentierte von Düffel die Entstehung des Films und gab Anekdoten aus seiner Jugend in Oldenburg zum Besten. Komplett gelungen! | pet

So, 06.04.08 | Pino Forastiere (Theater Laboratorium)
Besucher dieses exklusiven Konzerts des italienischen Gitarrenspielers Forastiere sein zu dürfen, war schon ein Geschenk: In angenehmer Atmosphäre konnte man sich zurücklehnen und die Gitarrenklänge genießen. Mit viel Freude und Hingabe spielte Pino nur für uns auf seiner Akustikgitarre, die mal sein Freund, mal fremd war, die er musikalisch streichelte oder kratzte und energisch klopfte – am besten in einem schönen Zusammenspiel. Der Singers & Players Club präsentierte erneut einen Ohrenschmaus vom Allerfeinsten! | nel

Fr, 11.04.08 | The Bear (Exerzierhalle)
Noch nie in einer Oper gewesen? Dann ist »The Bear« der ideale Einstieg: Nur eine Stunde lang, nicht nur dadurch kurzweilig, auf Englisch mit deutschen Übertiteln, lustig, mit grandioser Musik, tollem Bühnenbild und begnadeten Sängern mit komödiantischem Talent. Ach ja, es geht um Trauer, Treue, Geld, Neurosen und den Kampf der Geschlechter. Trauen Sie sich! | cell

So, 13.04.08 | Party, Perlon, Petticoats (Schloss)
In dieser 50er-Jahre-Ausstellung gab es und wird es bis Mitte August viel zu sehen und erfahren geben. Die meisten von uns können sich unter dem Begriff »50er-Jahre« vieles vorstellen, doch so richtig umfangreich sind die Kenntnisse vielleicht auch nicht immer. Wer also über Reisen, Mode und Co in besagtem Jahrzehnt mehr wissen möchte, wird in der wirklich anschaulichen Ausstellung (auch für Kinder) bestens bedient. | nel

So, 13.04.08 | 3. Kabarett-Brunch (Pumpwerk, WHV)
Diese außergewöhnliche Veranstaltungsreihe soll unbekannteren Kabarett-Acts die Möglichkeit einer vollen Hütte bieten. Vom Publikum angenommen wird der Brunch in der Tat bestens. Wird doch zum Unterhaltungsprogramm noch gutes Essen serviert. Und so vergehen die 3,5 Stunden wie im Fluge. Diesmal standen die bissige Musikkabarettistin Angela Buddecke, die Clown-Pantominen von Trifolie und Zärtlichkeiten mit Freunden auf der Bühne. Letztere hatten sich hervorragend auf ihren Auftritt in WHV vorbereitet und Insidergags über F’groden und Schreibmaschinen, die keiner mehr kaufen will, gemacht. Großartig! | cell

Sa, 19.04.08 | Nachtfloh (Schlossplatz)
Von 18 bis 24 Uhr sollte er gehen. Wer die besondere Atmosphäre der Dunkelheit genießen wollte, hatte aber das Pech, dass ab 22 Uhr viele schon ihre Sachen zusammenpackten und ihre Stände abbauten. Aber ein paar standen auch weiterhin eisern dem kauflustigen Volke zur Verfügung und so wechselten schnell eine alte Schultasche und eine wunderschön illustrierte Ausgabe von Dickens’ »David Copperfield« (natürlich erst nachdem noch ein bisschen gefeilscht wurde) den Besitzer. | cell

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