Prävention in Oldenburg

von crib • 26.08.2008 • Kategorien: Allgemein, Politik

Pubertierende Schüler mobben um die Wette, halbstarke Jugendliche prügeln auf Rentner ein und die fühlen sich sowieso ganz unsicher und ausgegrenzt:

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Heutzutage sind dies gewohnte Nachrichten aus den Städten und Gemeinden Deutschlands. Man könnte meinen, die Politik sollte es richten, dort existieren dann jedoch verschiedene Arten damit umzugehen. Die einen fordern härtere Strafen, um auch nicht ganz uneigennützig Wahlkampf zu bestreiten, die anderen forschen nach den Ursachen, um eben diese zu bekämpfen. Letztere ist mit Sicherheit die richtige Art und Weise solche Probleme anzupacken, nämlich mit Prävention. Vorbeugen also, um Aggressionen und Konflikte im Voraus zu unterbinden. Jedoch kann und darf man sich nicht auf Direkthilfe aus Berlin verlassen, denn wie jede andere Stadt lebt auch Oldenburg von dem Engagement der BürgerInnen, die mit Aktionen und Projekten helfen, sozialen Problemen zuvorzukommen. Neben der Vielzahl aller Ehrenämter gibt es in Oldenburg eine Institution, die sich allein der Prävention verschrieben hat: der Präventionsrat Oldenburg, kurz PRO.
1998 (noch als Kriminalpräventionsrat) gegründet, arbeiten mittlerweile gut 50 Organisatoren, Verbände und Institutionen zusammen, um sich – unabhängig von politischer und weltanschaulicher Prägung – für Oldenburg einzusetzen. Hierzu arbeiten Verantwortliche aus Gerichten, Polizei, Universität und Bürgervereinen in zehn Arbeitskreisen zusammen. Insgesamt fasst das »Präventionsbüro Oldenburg« 350 ehrenamtliche Mitarbeiter.
Daraus resultier(t)en regelmäßige Veranstaltungen. Hierbei sind u.a. zu nennen: Mediatoren-Ausbildungen für Lehrer und Schüler in Zusammenarbeit mit der Carl von Ossietzky Universität und die Ausstellung »Die Lebenswelt der Astrid Lindgren und Kinderrechte heute« – anlehnend an die Kinderrechtskonvention der UNICEF. Ebenso wurden wissenschaftliche Studien zum Thema »Medienkonsum und Gewalt« und eine Analyse zum »subjektiven Sicherheitsgefühl« der Oldenburger durchgeführt, welche (über)regional zur konkreten Weiterverwertung genutzt werden. Zudem dürfte den Kinogängern der Filmspot »Schau hin! Sag was! Tu was!« in Erinnerung geblieben sein, welcher vom PRO mitgestaltet und sogar prämiert worden ist.
Ein Kernaspekt des PRO ist die Kooperation mit der Universität. Wissenschaftliche Erkenntnisse werden berücksichtigt und so integriert, dass Aktualität und Professionalität bewahrt bleiben. Genau dies waren Prädikate, die im Rahmen der Verleihung des »Deutschen Städtepreis Kriminalprävention 2007/2008« an den Gewinner, Oldenburg, gerichtet wurden. Zweifellos gewährleistet dieses moderne Arbeiten kontinuierliche Erfolge, da war sich auch die Jury einig.
Prämiert zu werden gab Bestätigung und zugleich Motivation für die Zukunft, denn es gibt weiterhin viel zu tun. Der 4. Präventionstag steht vor der Tür. Am Fr, 12.09.08 wird im PFL von 10 bis 17 Uhr unter dem Thema »Nachbarschaftshilfe« referiert, mit dem Ziel Anonymität zu reduzieren und Kommunikation zu stärken. Ein Appell an die vielen Nachbarschaften Oldenburgs einen Teil beizutragen. Letztlich sind die Menschen vor Ort diejenigen, die den Erfolg gestalten, denn: Eine Stadt macht Prävention.

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crib ist Christian Babendreier
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2 Responses »

  1. Habt ihr das abgeschrieben?

  2. Ja, wieso?

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