»Wir sind Baumwolle, nicht Synthetik!«

von abo • 6.10.2008 • Kategorien: Allgemein, Interview, Musik

Die Oldenburger Bangleberries sind in einer neuen Konstellation wieder auf die Bühne zurückgekehrt und drücken ordentlich aufs Gas. Über das bisherige Jahr und ihre künftigen Pläne sprachen wir mit ihnen.

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Was unterscheidet die »alten« von den »neuen« Bangleberries?
Bangleberries: Die aktuellen Bangleberries sind reifer geworden. Gerade durch den neuen Berrie Tobi haben wir uns musikalisch stark entwickelt. Er bringt seinen eigenen Stil mit in die Band. Auch die Texte sind tiefgründiger, die Musik ist durchdachter und feiner justiert.

Für den Laien ähneln eure Lieder sehr Fury in the Slaughterhouse. Was, denkt ihr, macht eure Musik besonders?
Bangleberries: Dadurch, dass Bastian ein großer Fury-Fan ist, kommt der Fury- Wind automatisch durch seine Stimme rein. Aber auch Bands wie Fools Garden und Chuck Berry prägen uns! Es ist der Einfluss mehrerer Bands und der Einfluss jedes einzelnen Bandmitglieds, der unseren Sound prägt.

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Im März 2008 hattet ihr in Emlichheim einen Auftritt als Vorband von Fools Garden. Wie war das für euch?
Bangleberries: Das war der bisher spektakulärste Höhepunkt für uns! Viele kennen Fools Garden nur von »Lemon Tree«, doch die Jungs sind viel mehr! Sie sind international ziemlich erfolgreich – in Russland und China sogar Superstars. Was erstaunlich ist: Sie sind total auf dem Boden geblieben! Wir sind froh, noch immer in Kontakt zu den Jungs zu stehen – wer weiß, was da noch kommt…

Steigern solche Auftritte dann auch die Lust auf mehr?
Bangleberries: Absolut! Trotzdem: Solch eine Möglichkeit bietet sich nicht jeden Tag. Deshalb sind wir froh und stolz, im September 2009 zusammen mit Fools Garden und Fettes Brot für eine Charity-Aktion live im ZDF spielen zu dürfen.

Steht auch die Idee einer CD-Aufnahme im Raum?
Bangleberries: Ein Ziel, welches wir uns und unseren treuen Fans versprochen haben. Wir hatten es eigentlich zum Ende des Jahres geplant, aber durch die Friendship-Tour verschieben wir es nun in das Frühjahr 2009. Die Aufnahmen sollen aber nicht im Vordergrund stehen, denn uns ist es wichtig, live zu spielen. Um Tobi hier zu Wort kommen zu lassen: Wir sind Baumwolle, nicht Synthetik!

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Im Oktober spielt ihr in mehreren Städten auf der Friendship-Tour mit The Stirred, Romeos Bleeding und Fernsucht. Wie kam es zu diesem Zusammenschluss?
Bangleberries: Für uns war es immer wichtig, außerhalb von Oldenburg zu spielen. Chris hatte den Einfall, andere Bands für diese Idee zu »akquirieren«. Ziel der Tour ist es, jungen, engagierten Bands die Möglichkeit zu geben, sich einem überregionalen Publikum vorzustellen und dabei von einer regional bekannten Band unterstützt zu werden. Jede teilnehmende Band organisiert ein Konzert in der eigenen Heimatstadt und lädt die weiteren Bands als Gäste ein. Die Friendship-Tour ist daher ein schönes Beispiel dafür, wie Musik Leute vereinen kann.

Was erwartet den Zuschauer bei der Tour?
Bangleberries: Die Friendship-Tour wird nach dem Auftakt als dauerhaftes Event wiederkehren. Mit zwei Terminen pro Jahr sollen deutschlandweit Bands zusammengeführt werden und so eine »kleine« Plattform für eine »große« Zukunft geschaffen werden.

Mehr Infos unter www.myspace.com/bangleberries

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Friendship-Tour (Bangleberries, The Stirred, Romeos Bleeding, Fernsucht):
Fr, 10.10.08: Bremen, Römer
Sa, 11.10.08: Oldenburg, Carls (einziges Unplugged-Konzert)
Fr, 17.10.08: Hagen, Kultopia
Sa, 18.10.08: Gießen, Jokus

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