»Endlich wieder mehr Rock’n’Roll!«

von abo • 26.11.2008 • Kategorien: Allgemein, Interview

…das wünscht sich der verdrossene Musikfan doch schon lange bei den derzeitigen Sendeformaten des üblichen Musikfernsehens. coreTV kann auch anders! Wer kann denn überhaupt das Gebrabbel von halbnackten, quäkenden Moderatorinnen, 30-minütige Unsinnsformate und den faden musikalischen Einheitsbrei ertragen? Vielen bleibt da nur die Resignation und das Wechseln der Medien. Aber einige versuchen gerade dort ihren Ansatz zu finden. So beispielsweise die Jungs von coreTV.

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Worin seht ihr das Besondere an eurem Musikmagazin?
coreTV: Die Sendung ist wirklich »self-made«. Wir fahren also wirklich zu den Auftritten hin und zeichnen das dann auch selbst auf. Das wird alles von uns organisiert, aufgenommen, moderiert etc. Und wir haben es uns auf die Fahnen geschrieben, dass wir der Band Zeit zum »Sich-Ausplaudern« geben. Dazu gibt es dann noch einige Musikvideos und das alles ohne Werbung. Zudem geben wir auch unbekannteren Bands eine Möglichkeit sich zu zeigen.

Die Sendung sieht auch immer nach einem großen Zeitaufwand aus. Wie viel investiert ihr dafür?
coreTV: Etliche Stunden! Es ist wie ein kleiner Zweitjob. Es wird zwar immer aufgeteilt und unterscheidet sich auch monatlich, aber man braucht schon mehr Zeit, als man denkt. Dazu kommt noch der finanzielle Aufwand – obwohl wir natürlich das Equipment von oeins nutzen dürfen.

Seit Juni kann man euch nun auch in Hannover sehen; ab Herbst ebenfalls in Hamburg und Berlin. Wie kam es dazu?
coreTV: Wir produzieren ein Musikformat und haben natürlich auch das Interesse, dass es gesehen und so weit wie möglich verbreitet wird – aber mit dem Hurricane Festival hat es richtig begonnen. Das »Hurricane Special« war halt ein großes Ding und da haben wir richtig viel Arbeit reingesteckt. Dazu vielleicht auch eine witzige Anekdote, weil wir das auch gar nicht so erwartet haben: Wir sind dort mit einem immensen Equipment hingekommen und wir haben echt niemanden gesehen, der überhaupt so viel Aufwand betrieben hat wie wir. Drei Tage lang haben wir uns den Arsch aufgerissen.
Und somit war uns die ganze Arbeit zu schade, um die Aufnahmen nur in einer Stadt zu zeigen. Wir hatten daraufhin einige Städte angeschrieben und seitdem kommen auch immer noch neue Anfragen an uns, unsere Sendung anderorts auszustrahlen. Das würden wir gerne machen, allerdings wird dann irgendwann der Kostenfaktor mit dem Porto, DVD-Rohlingen etc. für uns zu hoch.

Nach welchen Kriterien sucht ihr denn die Themen der Sendung aus? Spiegelt sie euren Musikgeschmack wieder?
coreTV: Nach Lust, Laune und Geschmack. Klar können wir unseren persönlichen Musikgeschmack einbringen, aber wir sind auch recht offen gegenüber Neuem. Wir müssen das nur vor uns rechtfertigen können. Allerdings gibt es immer mal wieder Probleme mit Labels, die mittlerweile auch für die Ausstrahlung von Videos Geld verlangen oder auch mit der GEMA, was es uns oftmals erschwert.

Seht ihr in eurer Arbeit eine Entwicklung?
coreTV: Ja, definitiv. Wir lernen jedes Mal dazu. Wir sind ja schon noch Amateure, aber wir versuchen halt, das Ganze so professionell wie möglich aufzuziehen. Den Anspruch hatten wir aber auch von Anfang an. Wenn die Sendung eine Qualität erreicht, die unseren Ansprüchen genügt, ist es natürlich auch unser Ziel, irgendwann ein größeres Publikum zu erreichen.

Weitere Infos und Sendentermine unter: www.coretv.de

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