Kinorezensionen 12/08

von bik • 26.11.2008 • Kategorien: Allgemein, Kino, Rezensionen

»Vicky Cristina Barcelona«

Der neueste (und vielleicht letzte) Stopp von Woody Allens Europareise führt ihn nach Katalanien, wo zwei junge britische Urlauberinnen in einen spanischen Liebesreigen verstrickt werden.
Es wird kompliziert: Zwei neugierige Touristen (Scarlet Johannson und Rebecca Hall) können dem Charme des katalanischen Malers (der erneut furiose Javier Bardem) nicht widerstehen, der nicht nur beide verführt, sondern auch seine wilde Ex-Frau (Penélope Cruz) zurück ins Haus holt.
Der ungewöhnliche spanische Drehort hat auf Woody Allen abgefärbt: Statt ständiger Analyse gibt es heißblütige Leidenschaft, statt männlichen Neurosen herrscht feuriger Frauenüberschuss. Und weil auch die Komik nicht ausbleibt, ist »Vicky Cristina Barcelona« ein weiterer Höhepunkt des Altmeisters.
Im Kino ab dem 04.12.08, FSK 6.

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»It’s a free world«

Ken Loach, der Meister des britischen Sozialkinos, ist von seinem Ausflug in den Historienfilm zurück und liefert mit »It’s a free world« ein mitreißendes, kluges Drama über moderne Arbeit ab.
Die unkonventionelle Angie wird aus ihrem Job als Arbeitsvermittlerin geworfen und macht sich kurzerhand selbstständig. Durch die vielen arbeitswilligen Immigranten boomt ihr kleines Geschäft bald. Doch als sie kriminelle Energie entwickelt, um den Leuten Jobs zu beschaffen, gerät sie selbst in Gefahr.
Wie immer zeichnet Loach ein sensibles, präzises Bild der sozialen Schieflage auf dem Arbeitsmarkt, wo nichts einfach und niemand gut oder böse ist. Die Newcomerin Kierston Wareing besticht dabei als komplexe Protagonistin in einem Film, der begeistert, bewegt und berührt.
Im Kino ab dem 27.11.08, FSK 12.

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bik ist Daniel Bickermann
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