CD-Rezensionen 02/09 IV

von abo • 13.02.2009 • Kategorien: Allgemein, Musik, Rezensionen

»AGF/Delay – symptoms«
Mit Antye Greie (AGF) und Sasu Ripatti (Vladislav Delay) hat sich Bpitch Control zwei Musiker neu ins Boot geholt, die Freunde der elektronischen Musik eigentlich kennen müssten. Beide sind sie schon länger im Geschäft und Frau Greie produzierte sogar im letzten Jahr das »SooL«-Album der Bpitch-Frontfrau Ellen Allien. Mit diesem Wissen überrascht die Platte auch nicht: Die tollen futuristischen Klänge (wie auf der »SooL«-Platte) findet man auch hier – allerdings im Elektro-Pop-Gewand. Viele kleine digitale Spielereien, ein ordentlicher Beat und eine tolle Stimme sprechen für dieses abwechslungsreiche und definitiv empfehlenswerte Werk. VÖ: 09.03.2009
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Bpitch Control/Rough Trade






»Imentu – euphoria«
Die vier Oldenburger Jannis (Gitarre), Melvin (Bass), Christoffer (Schlagzeug) und Linda (Gesang) legen mit »Euphoria« ein Debüt vor, das begeistert. Schon mit dem ersten Song »I rely on phantoms« wird man gefangen in einer mitreißenden Klanglandschaft zwischen satten Instrumentarium und einer schönen Stimme. Die Platte spielt mit dem Wechsel zwischen leisen und lauten Tönen, beeindruckt durch tolle Texte und zeigt eine große Wandelbarkeit. Zwischen melancholisch-traurigen Passagen bis hin zu wütenden Tönen wird in sieben Liedern das ganze Spektrum der Emotionen bedient. Ein von Anfang bis Ende durchdachtes Album, welches den Hörer immer wieder in einer anderen Stimmungslage hinterlässt. Daumen hoch! VÖ: 27.02.2009
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Data File Music






»Dear Reader – replace why with funny«
Folkpop aus Südafrika? Ja, das gibt es! Und zwar absolut tollen! Die Sängerin Cherilyn MacNeil und der etablierte Produzent Darryl Torrr (bei Live-Auftritten stößt auch Schlagzeuger Michael Wright zur Band) stellen sich mit diesem Album und einem Riesenrumms im Indie-Land vor. Man kann sich auf das Gespür von City Slang verlassen, wenn es um intelligenten Indie-Pop geht: Zusammen mit Brent Knopf (Menomena) schufen Dear Reader ein Album, das musikalisch herausragt. Eine gut gewählte Instrumentierung und verschiedene Elemente aus Klassik, Jazz, Gospel, Rock und Folk werden hier einwandfrei vermischt und erstrecken sich in begeisternden Arrangements, die durch die Stimme MacNeils abgerundet werden. Melodien passend zum sonntäglichen späten Frühstück. VÖ:06.02.2009
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City Slang/Universal






»DJ Koze – reincarnations. the remix chapter 2001-2009«
Das wurde ja auch mal Zeit: Neun Jahre nach seiner ersten Remix-Werkschau »Music is okay« kommt nun mit »Reincarnations« die zweite Zusammenstellung seiner Arbeiten. Der Hamburger zeigt hier die besten Remixe aus den letzten acht Jahren und demonstriert damit wieder einmal sein Können. Weiß man doch schon lange, dass er einer der untriebigsten Club-Akteure Deutschlands ist, der die tanzwütige Meute absolut zu begeistern weiß. Zu finden sind auf diesem Sammelwerk vierzehn Neuinterpretationen zu Titeln von u.a. Matthew Dear, Heiko Voss, Malaria, Sid Le Rock und sogar Hildegard Knefs »Ich liebe euch« wird hier verwurschtelt. Zudem gibt es noch einen bisher unveröffentlichten Remix von Ben Watts »Guinea Pig«. Die Platte wirkt zwar anfangs ein wenig schwierig, aber das wird die Fans nicht verwundern, da man dies ja an Herrn Koze wertschätzt. VÖ: 06.03.2009
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Get Physical Music






»Kick Joneses – true freaks union«
Die sechs Herren von Kick Joneses sind zurück! Und mit im Gepäck haben die »Walter-Elf«-Nachfolger ein Album, das nach vorne prescht. Gleich der Opener »Dying Is The End Of Nagging« erinnert an alte Punk-Pop-Zeiten, in denen dieses Genre als Begrifflichkeit noch nicht so ausgelutscht war. Innerlich freut sich der Hörer und erinnert sich wahrscheinlich an alte Zeiten. Jedoch ist diese Platte definitiv kein Rückschritt in die späten 80er bzw. frühen 90er. Die Musiker aus Kaiserslautern bedienen sich hier verschiedenster Elemente aus der Vergangenheit (New Wave, Bubblegum-Pop der 70er) und vermischen diese mit einer Portion neuerer Stilrichtungen à la Britpop oder Hamburger Schule. Wer sich nun schon begeistert zeigt, dem sei gesagt: Es wird auch wieder auf Deutsch gesungen. Mit »Froschmann«, »Das hölzerne Männlein« oder »Scheuermann« wird der Überraschungseffekt bei dieser Platte perfektioniert. VÖ: 06.03.2009
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Rookie Records/Cargo






»Guadalajara – weapons of mass destruction«
»Brassrock« nennen Guadalajara selbst ihren Mix aus College- und anderem Rock, wie auch Einflüssen aus Karibik, Ska, Pop und Punk. Die acht Österreicher gelten als Phänomen, welches sich durch unermüdliches Touren zu einer der bekanntesten Bands in unserem schönen Nachbarland gespielt hat. Energisch beginnt das Album auch gleich und diese Energie zieht sich durch die gesamten zwölf Songs. Treibend mit deutlicher Blechbläser-Unterstützung und ordentlich lauten Gitarrentönen wird die Platte durch Synthie-Elemente, Drum’n’Bass-mäßigen Drumloop-Intros und Karibikflair aufgepeppt. Das sollte den tanzfreudigen Fans dieses Genres mit Sicherheit Freude bringen. VÖ:13.02.2009
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Hoanzl/Cargo

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