CD-Rezensionen 06/09 I

von alf • 26.05.2009 • Kategorien: Allgemein, Musik, Rezensionen

»Wendy McNeill – a dreamers guide to hardcore living«
Die Musik der kanadischen Songwriterin Wendy McNeill scheint vor allem im Folk verwurzelt zu sein, ist aber gleichzeitig vieles mehr. Neben der akustischen Gitarre kommen in den zarten Songarrangements verschiedenste Instrumente zum Einsatz, die jedem Stück eine eigene Stimmung verleihen. Mal verbreitet ein Akkordeon das Flair französischer Chansons, dann wieder entsteht die Atmosphäre eines Italo-Western oder einer Kabarett-Nummer, was klingt, als habe sich die gute Wendy während der Aufnahmen auf einen Drink mit Tom Waits verabredet. Im Vordergrund steht McNeills emotionaler, eindringlicher Gesang, der es vermag, eine beinah schmerzhaft intime Stimmung zu erzeugen. Mit ihrem sechsten Album ist Wendy McNeill ein melancholisches, manchmal schräges Werk voller skurriler Geschichten gelungen, das durch wunderschöne Melodien besticht und zum intensiven Zuhören auffordert. VÖ: 05.06.2009
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Haldern Pop Recordings



»The Legends – over and over«
Auf dem mittlerweile vierten Album zelebriert Mastermind Johan Angergard, alleiniges Dauermitglied von The Legends, seine Vorliebe für den Indie-Pop der 80er-Jahre. Oftmals werden die zuckersüßen Melodien von Noise-Exkursionen à la The Jesus and Mary Chain verhüllt, daneben regiert jedoch purer Pop, mal punkig, mal hymnisch wie im Song »Turn Away«. Ein Album voller wunderbar eingängiger Songs mit Indie-Appeal.
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Labrador Records/Broken Silence



»Wildbirds & Peacedrums – the snake«
Manchmal gibt es diese überraschenden Momente, diese unbesuchten Orte, die uns beeindruckt und fragend zurücklassen, uns aber auch eine neue Perspektive bieten. Mariam Wallentin und Andreas Werliin präsentieren ein solches Erlebnis – ihre Musik entzieht sich jeglicher Einordnung in Schubladen und verweigert sich somit einer eindeutigen Genrezuschreibung. Hauptsächlich bestehen die Songkonstruktionen der schwedischen Musiker aus rhythmischen Elementen, die durch zumeist perkussive Melodieinstrumente ergänzt werden. Über allem thront Wallentins Gesang, der sich ohne einen ausladenden instrumentalen Sound-Teppich frei entfalten kann und sich bisweilen zu emotionalen Ausbrüchen steigert. Wildbirds & Peacedrums holen den Zuhörer irgendwo im Grenzbereich zwischen Folk, Jazz und Weltmusik ab, sind mal hier, mal dort, aber nirgends wirklich. Ein ungewöhnliches Album, das mit wiederholtem Hören wächst. VÖ: 05.06.2009
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Haldern Pop Recordings

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