Jetzt gilt’s! VfB Oldenburg spielt um Regionalliga-Aufstieg
von verlag • 27.05.2009 • Kategorien: Allgemein, SportNachdem sich die Mannschaft des VfB Oldenburg in souveräner Art und Weise den Meistertitel in der Oberliga Niedersachsen West gesichert hat, stehen nun – den Funktionären sei dank: in allen anderen Ligen hat der Meister natürlich automatisch einen Aufstiegsplatz sicher – die zwei entscheidenden Spiele um den einzigen Niedersachsen-Aufstiegsplatz in die Regionalliga an. Gegner ist der in der Ost-Staffel als Aufsteiger durchmarschierte Goslarer SC.
Am 29. Mai steigt um 19.30 Uhr das Hinspiel in der Harz-Metropole, eine Woche später kommt es dann am 6. Juni um 16 Uhr zum großen Showdown im Marschwegstadion. Gespielt wird nach den Europapokalregeln, das heißt, auswärts geschossene Tore zählen bei gleicher Tordifferenz nach zwei Spielen doppelt und ermitteln damit den Sieger. Sollten beide Spiele wertungsgleich ausgehen, kommt es zu einer 30-minütigen Verlängerung mit eventuell anschließendem Elfmeterschießen.
Trotz des verletzungsbedingten Ausfalls von Stürmer Marcel Salomo geht das Team von VfB-Trainer Joe Zinnbauer als leichter Favorit ins Rennen. Die West-Staffel gilt mit Vereinen wie Meppen, Nordhorn, Havelse, VfL Oldenburg und Bavenstedt als stärker aufgestellt, der Meistertitel als umkämpfter. Der VfB hat jedenfalls allen Grund mit breiter Brust anzutreten: Die drei Saisonniederlagen bis zum 33. Spieltag in der Meisterschaftsserie waren knapp, die Spiele wurden nur mit einem Tor Differenz verloren. Dem gegenüber stehen diverse hohe Siege, allen voran der 11:1-Kantersieg gegen den Heesseler SV, den wohl jeder, der im Stadion war, nicht so schnell vergessen wird.
In Hin- und Rückspiel sollte die starke Abwehr (nur 24 Gegentore in 33 Spielen) in Zusammenarbeit mit einem vom erfahrenen Mannschaftskapitän Andreas Mayer geführten Mittelfeld und mit dem überragenden Angreifer der Liga, Sebastian Ghasemi-Nobakht, im Sturm in der Lage sein, die Kicker aus der Kaiserstadt zu besiegen.
Einen entscheidenden Faktor könnte dabei auch das Publikum spielen. Bereits in Goslar werden bis zu 2.000 Oldenburger erwartet, die das kleine Stadion im Harz stimmungstechnisch sicher beherrschen werden. Beim Rückspiel in Oldenburg erwartet die Mannschaft vom ehemaligen VfB-A-Jugend Trainer Goran Barjaktarevic dann ein ganz heißer Tanz: Dank eines Stehplatzpreises von nur drei Euro und einer inzwischen neu erweckten Euphorie in der Huntestadt können sich die Kicker aus Goslar auf eine fünfstellige Zuschauerzahl einstellen, die das Marschwegstadion in einen kleinen Hexenkessel verwandeln wird.
Bleibt also nur zu hoffen, dass die Mannschaft des VfB in den beiden letzten so wichtigen Spielen den Kopf frei hat und die Relegation für sich entscheidet. Was folgen würde, wäre eine große Party am 6. Juni und endlich wieder höherklassiger Fußball in einer Stadt, die ihren blau-weißen Lieblingsverein am liebsten mindestens noch eine Liga höher kicken sehen möchte.
Jens Lükermann
VfB Oldenburg vs. Goslarer SC
Hinspiel: Fr, 29.05.09 | 19.30 Uhr | Osterfeldstadion Goslar
Rückspiel: Sa, 06.06.09 | 16 Uhr | Marschwegstadion Oldenburg
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