CD-Rezensionen 07/09 I

von alf • 26.06.2009 • Kategorien: Allgemein, Musik, Rezensionen

»Sonic Youth – the eternal«
Nach ihrem Abschied von Geffen Records sind die New Yorker Underground-Veteranen wieder bei einem Indie-Label gelandet. Gravierende musikalische Veränderungen hat dies nicht mit sich gebracht, doch klingt das neue Album frisch und überzeugt sowohl mit straighten, melodiösen Rocksongs als auch typischen Noise- und Psychedelic-Elementen. Ein Album, das SY-Fans und Freunde alternativer Klänge begeistern wird.
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Matador Records



»Lukas Sherfey – soul vacation«
Auf seinem Solo-Debüt hat es sich der ehemalige Frontmann der Jam-Epigonen The Movement irgendwo zwischen dem Soul der 60er- und dem Pop der 80er-Jahre gemütlich gemacht. Dementsprechend ruhiger geht es nun zu, weniger ska- und punk-infiziert als mit seinen ehemaligen Kollegen und die Musik ist facettenreicher geworden. Um dies realisieren zu können, hat sich Sherfey hochkarätige Musiker ins Studio geholt, die ihm eine passende Plattform für seine soul-poppigen Songs bereiten. Das klingt lässig, erinnert auch mal an den frühen Elvis Costello oder The Style Council und macht richtig Spaß. Uptempo-Nummern wechseln sich dabei mit Balladen und locker groovenden Songs im Motown-Stil ab, mit Off-Beat-Piano, Bläsersätzen und allem, was dazu gehört. Textlich geht es bei Lukas Sherfey vornehmlich um die Liebe oder deren Verlust, aber für jedes gebrochene Herz gibt es hier ein fröhliches »LaLaLa« oder munteres In-die-Hände-Klatschen, das für Optimismus sorgt. Gute Laune-Musik für den Sommer (und alle anderen Jahreszeiten).
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The Movement Records



»The Disciplines – smoking kills«
Dass aus Norwegen gute Rockmusik kommt ist ja nun kein Geheimnis mehr – da machen auch die Herren um den Ex-»The Posies«-Sänger Ken Stringfellow keine Ausnahme. Hier trifft skandinavischer Garagensound auf amerikanischen College-Rock, mit scharfen Gitarrenriffs, polterndem Bass und knackigen Drums. The Disciplines bedienen sich auf ihrem zweiten Album beim Grunge der 90er, bewegen sich aber auch mal im Bereich des gediegenen 70er-Rock, wie in »I Got Tired«, das mit einem Stones-mäßigen Riff daher kommt. Hier enthalten ist auch der Song »Oslo«, mit dem die Band vor allem im norwegischen Radio reichlich Airplay erhielt und das zu den Glanzpunkten des Albums gehört. Eine solide Alternative-Rock-Scheibe, mit der die Musik zwar nicht neu erfunden wird, die aber ordentlich rockt und mit ein paar feinen Songs zu überzeugen weiß.
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Spark & Shine/Soulfood

alf ist Alexander Frank
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