Tagebuch 07/09

von verlag • 26.06.2009 • Kategorien: Allgemein, Kultur, Mein liebes Tagebuch

So, 07.06.09 Eröffnungskonzert 13. Oldenburger Promenade (Schloss)
»Die Geschichte der Zigeunerin Carmen« wurde an diesem zweigeteilten Abend erzählt. Die erste Hälfte bestritten – mit Auszügen aus Georges Bizets Oper – die Kammersolisten sowie vier Solisten der Deutschen Oper Berlin, die Don José, Escamillo, Micaëla und natürlich Carmen selbst ihre Stimme liehen; immer wieder charmant unterbrochen durch den Schauspieler Winfried Glatzeder, der aus Prosper Mérimées Novelle »Carmen« las.
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Wer in der Pause dachte, dass man die erste Hälfte des Abends in ihrer Perfektion wohl kaum noch überbieten könne, wurde kurz darauf eines Besseren belehrt: Das Gipsy-Ensemble Talisman versetzte das wohl eher Kammermusik und Oper gewöhnte Publikum mit Gipsy-Soul und Flamenco-Einlagen in Erstaunen und verleitete es zu so manchen spontanen Begeisterungsausbrüchen. »Bravo«-Rufe waren zu hören und es wurde auch kräftig mit den Füßen gestampft. Viel zu schnell verging dieser besondere Abend in dem ganz außergewöhnlichen Rahmen der Oldenburger Promenade. | cell
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Fotos: Robert Geipel






Do, 11.06.09 – So, 14.06.09 Comicfestival München 2009
Altes Rathaus, Bier- und Oktoberfestmuseum, Karl-Valentin-Musäum (schreibt sich wirklich so; Anm. d. Red.) – es waren illustre Orte, an denen das mittlerweile 19. Münchener Comicfestival seine Zelte aufschlug. Die Bandbreite der Themen wurde dem durchaus gerecht: 75 Jahre Donald Duck, türkische Trash-Superheldenfilme (»Süpermen Dönüyor«), sexy Persiflagen auf Popeye und Co., faschistische Comicpropaganda und vor allem viel mit lokalem Bezug. So ist im nebenstehenden Bild Uli Oesterle beim Signieren seines in München spielenden Mystery-Comics »Hector Umbra« zu sehen. Joa mei, a Mordsgaudi woars! | ori
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Foto: Holger Schaefer






Sa, 13.06.09 Superhelden¹ (Unikum)
Wie es sich für eine Premiere gehört, war die neueste Produktion des out-Unitheaters an diesem Abend gut besucht. Dass es sich dabei um eine eher ungewöhnliche Superhelden-Revue handeln würde, wusste ich schon vorher, war aber dennoch gespannt, was sich das out-Team ausgedacht hatte. In einer Casting-Szene stellten sich die angehenden Superhelden zu Beginn vor, jeder mit einer speziellen Persönlichkeit und kleinen Eigenheiten ausgestattet. Ersten Applaus gab es schon hier, doch als die Akteure in ihren selbstentworfenen Kostümen auftraten, gab es beim Publikum kein Halten mehr. Witzige bis nachdenkliche Szenen, tolle Gesangsnummern und großartige Tanzeinlagen sorgten ein ums andere Mal für Begeisterung bei den Zuschauern. Mit viel Gespür für die einzelnen Charaktere, die sich die Darsteller sozusagen selber auf den Leib geschneidert hatten, wurden Stärken und Schwächen der Figuren aufgezeigt und gängige Klischees aus Comics und Filmen persifliert. Eine einfache, aber effektive Bühnengestaltung tat ihr Übriges, um dies zu einem gelungenen Premierenabend zu machen, an dem alle Beteiligten – mindestens einen Abend lang – Helden waren. | alf
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