CD-Rezensionen 08/09 I
von abo • 5.08.2009 • Kategorien: Allgemein, MusikCD des Monats:
»Like A Stuntman – original bedouin culture«
Diese deutsche Band ist hierzulande noch eher unbekannt. Ihr Debütalbum veröffentlichten die vier Herren im Jahr 2005 auf dem englischen Label Highpoint Lowlife und beschränkten somit den Start ihrer musikalischen Karriere zunächst auf die britische Insel. Nun, vier Jahre später, bringen sie ihre zweite Platte unter die Leute und bescheren dem deutschen Musikmarkt einen Glücksfall. Anfangs mag der Stil für die gemeine Zuhörerschaft ein wenig verschroben klingen, doch spätestens beim zweiten Durchlauf sollte man die raffinierten Zusammenstellungen zu schätzen wissen: zwölf Songs mit meist kurzen, eingängigen Texten, sphärischen Chören und psychedelischem Spirit. Alternative Popmusik, die nie langweilig wird.

bureau b
»DoNotDream – schattenwelten«
Mit dem dritten Album erschaffen die acht Oldenburger unter der Regie von Benni Schäfer (u.a. Subway to Sally) und gemastert von Mikka Jussila (u.a. Nightwish) ein Werk, das Mittelalterfans, Goths und Metallern gefallen sollte. Ruhige Violinenparts werden mit tollen Gitarrenriffs verbunden – textlich stehen Mythen und Legenden im Mittelpunkt und es wird ausschließlich in deutscher Sprache gesungen. Düster und energiegeladen. Besonderes Bonbon: »Götterdämmerung«.

Eigenproduktion
»V.A. – peter kruder private collection – g-stone master series #1«
Na, wer wollte nicht schon immer wissen, welche Lieder den Musiker beeinflusst haben? Auf dieser Compilation findet man dazu die Antworten zu dem G-Stone-Artist Peter Kruder. Eine interessante Zusammenstellung bestehend aus 17 einzigartigen, inspirierenden und herrlichen Titeln von Craig Armstrong bis Charles Webster. Meist ruhig, manchmal jazzig oder elektronisch, aber auf jeden Fall ein Werk für Liebhaber ausgewählter zeitloser Melodien.

G-Stone Recordings
»Amanda Blank – i love you«
Nach Kollaborationen mit Spank Rock, M.I.A. und Santigold bringt Amanda Blank nun ihr Debüt auf den Markt und präsentiert damit ein selbstbewusstes Pop-Album. Ordentliche Beats, Synthies, elektronische Spielereien und eine großen Klappe im HipHop-Format ziehen sich durch die zehn Songs. Schon zu Beginn zeigt die junge Dame aus Philadelphia mit »Might Like You Better« ihr Können und ihre direkte Art. Ein tolles und tanzbares Werk. | abo

Downtown Records/Cooperative Music
»Martha Collica – about anything«
Was spartanisch anfängt, kann so herrlich werden. Die sizilianische Songwriterin, Sängerin und Musikerin nahm ihr zweites Soloalbum zunächst mit einem 4-Spur-Rekorder auf und mischte die Lieder erst danach im Studio ab. Herausgekommen ist ein wunderschönes und angenehmes Werk im LoFi-Stil. Minimalistisch, experimentell und manchmal mit leichten elektronischen und analogen Sounds – einfach wunderbar. | abo

Solaris Empire
abo ist Anna-Lena Borchert
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