Frauen – Bewegung – Interkulturell. Aktionsbündnis lässt Migrantinnen kicken
von verlag • 27.08.2009 • Kategorien: Allgemein, SportSport- und Gesundheitsangebote für Frauen mit Migrationshintergrund zu schaffen, ist das Ziel des Oldenburger Aktionsbündnisses »Migration & Mobilität – Für mehr Bewegung im sozialen Raum«, das zwei Jahre vom Bundesministerium für Gesundheit mit über 450.000 Euro gefördert wird. Oldenburg konnte sich bei der Förderinitiative »Gesunde Lebensstile und Lebenswelten« als eine von elf Regionen Deutschlands gegen 140 Mitbewerber durchsetzen. Geleitet wird das Projekt von Prof. Dr. Thomas Alkemeyer und Rea Kodalle, Sportsoziologen an der Universität Oldenburg.
Das bereits im August 2008 ins Leben gerufene Aktionsbündnis aus Sportwissenschaft, Sportvereinen und Gemeinwesenarbeit hat sich zum Ziel gesetzt, spezielle Sport- und Gesundheitsangebote für Frauen in benachteiligten Lebenslagen zu entwickeln. Hintergrund ist, dass diese Frauen reguläre Angebote kaum in Anspruch nehmen, obwohl sie – wie Untersuchungen belegen – durchaus ein Interesse an Sport und Bewegung haben. Um die Präventionsangebote besser an die Lebensbedingungen und Verhaltensgewohnheiten der Migrantinnen anzupassen, arbeiten WissenschaftlerInnen, SozialpädagogInnen und SportpraktikerInnen in dem Aktionsbündnis eng mit Personen aus dem Adressatenkreis zusammen.
Während der Erprobungsphase im Oldenburger Kennedy-Viertel wurden erste Maßnahmen in Kooperation mit dem Zentrum für Methoden der Sozialwissenschaften (MSW) der Universität, dem Gemeinwesentreff Bloherfelde-Eversten und dem Sportverein TuS Bloherfelde erprobt. In der Durchführungsphase werden nun drei weitere Stadtteile (Dietrichsfeld, Ohmstede und Kreyenbrück) einbezogen. Inzwischen haben sich dem Bündnis insgesamt neun weitere Partner angeschlossen.
»Das professionelle und praktische Wissen aller Partner macht es dem Aktionsbündnis möglich, Sport- und Gesundheitsangebote zielgruppenadäquat und passgenau zu entwickeln«, betont Projektleiter Alkemeyer. Bereits jetzt zeichne sich ab, dass mit dem Programm Frauen unterschiedlicher sozialer, ethnischer und regionaler Herkunft zusammengebracht und dass über die Mütter auch die Kinder an Sport und Bewegung herangeführt werden.
Um das Fortwirken des Modellprojekts sicherzustellen, wurde im Juni von der Integrationsbeauftragten der Stadt Oldenburg ein Arbeitskreis ›Sport, Gesundheit und Migration‹ ins Leben gerufen.
Ein Beispiel für die erfolgreiche Netzwerkarbeit ist das im Juni gemeinsam mit dem Oldenburger Projekt MICK (Mädchen kicken mit) und MuM (Aktionsbündnis Migration & Mobilität – Für mehr Bewegung im sozialen Raum) veranstaltete Mütter-gegen-Töchter-Fußballturnier (zu Gast war der Türkische SV). Das Ziel der gemeinsamen Aktion war es, sowohl Mädchen als auch Frauen für den Vereinssport zu begeistern – mit Erfolg!
Aktionsbündnis Migration und Mobilität – Für mehr Bewegung im sozialen Raum | Forschungs- und Koordinierungsstelle Tel.: 04 41 – 7 98 28 47 | www.sport.uni-oldenburg.de/migration | MuM@uni-oldenburg.de
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