CD-Rezensionen 10/09 (Teil II)

von abo • 25.09.2009 • Kategorien: Allgemein, Musik, Rezensionen

On The Offshore – »You Have Not, You’ve Never Been«
Eine ungewöhnliche, aber wunderschöne Zusammenführung unterschiedlichster musikalischer Richtungen findet man auf dem Debüt der fünf Musiker von On The Offshore. Einige elektronische Elemente, eine Brise Jazz und einen Hauch von Pop vermischt mit emotionsgeladenen Texten und eingängigen Melodien – und siehe da: Fertig ist eine tolle Platte im Club-Sound-Gewand. Herrlich lässig.
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Schaf Records






V.A. – »Voom Voom Mixes«
Man nehme das 2006er-»Peng Peng«-Album und mache daraus feine Neukreationen im »Voom:Voom«-Stil. Nichts verstanden? Ja, aber das genau ist der Hintergrund dieses Remixalbums. Die »alte« Sammlung wird durch DJs wie Marcus Worgull, Deetron oder Henrik Schwarz neu interpretiert und auf den heutigen Club-Sound umgemünzt. Mal technoid, mal housig, aber immer tanzbar.
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G-Stone Recordings






Element of Crime – »Immer da wo du bist bin ich nie«
»Was für Cloppenburg Pfanni ist, bist du für mich« – ja, so eine Liebeserklärung kann nur von Sven Regener und seinen drei Mitstreitern kommen. Album Nummer 13 in der 22-jährigen Geschichte des Quartetts ist so großartig wie eh und je. Zehn Lieder, die man nicht verpassen sollte. Begeisternd, melancholisch, eloquent und humorvoll. Eine perfekte Mischung.
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Universal Domestic/Polydor






Gus Gus – »24/7«
Was einmal mit Jazz, Rock, Downtempo und technoiden Tönen begann, endet nun im dunklen, minimalistischen Techno. So düster, dass sogar Jimi Tenor für die Nordlichter seinen 1994er-Hit »Take Me Baby« neu aufgenommen hat. Zu finden sind hier sechs Titel verteilt auf über 50 Minuten – laut und treibend. Das sechste Album der Isländer qualifiziert sich definitiv für die Tanzfläche.
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Kompakt






Kaito – »Trust«
Das fünfte Album des japanischen Musikers, DJs und Künstlers Hiroshi Watanabe gibt Einblicke in die elektronische Umsetzung der melancholischen Gefühlslage. Die Kompositionen brillieren durch feine Melodien mit eindeutigem Trance-Einschlag und erschaffen sphärische Welten, die zum Träumen einladen. Vom leicht housigen »Trust« bis zum wunderschön harmonischen »Nothing Could Be More Peaceful« ein sehr gelungenes Werk. Neun Titel voller Wärme – äußerst gelungen.
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Kompakt






Gregor Tresher – »The Life Wire«
Die Erwartungen an das zweite Album waren nach dem 2007er-Erstlingswerk »A Thousand Nights« hoch. Und eines sei vorweg genommen: Gregor Tresher enttäuscht nicht. Der Frankfurter DJ zaubert hier zwölf abwechslungsreiche Titel und stellt damit seine Stellung als Produzent unter Beweis. Zu finden sind hier typische Tresher-Stomper wie »The Life Wire« und »Escape to Amsterdam« neben leicht sphärischen Klängen (»Awaking Life Inside«), Uptempo-Tracks (»Fire On Fire«) und der leicht wirren Kreation »1982«. Zusätzlich arbeitet Tresher bei »The Very End« auch seit längerem wieder mit Vocals. Insgesamt ein tolles Technoalben und somit jedem Freund der minimalistischen Tonspuren wärmstens zu empfehlen.
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Break New Soil/Groove Attack






Roy Davis Jr. – »God Life Music«
Der Bogen ist breit gefächert: Electrofunk- und R&B-Titel stehen neben Chicago-orientierten wie auch melodisch eingängigen House-Nummern. Roy Davis Jr. lädt zum neuen Album und hat auch gleich sieben Sänger und Sängerinnen mit im Gepäck. Neben Erin Martin, die bei der ersten Single-Veröffentlichung der Platte mit »I Have A Vision« mitwirkte, sind auch etliche weitere Gäste wie z.B. Manny, Terry Dexter oder Khalid zu finden. Abwechslung scheint das Motto dieser zwölf neuen Tracks zu sein und die House-Legende bestätigt mit eben diesem Dutzend wieder einmal seinen Status.
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Lantern/Broken Silence






Goja Moon Rockah – »Disco Dracula«
Manchmal weiß man selbst als Rezensentin nicht, was man zu bestimmten Alben sagen sollte – und dieses ist so eines. Beim ersten Hören will man schreiend aus dem Zimmer laufen, beim zweiten Mal fragt man sich, ob das, was diese drei Herren aus Wismar machen, für das Genre vielleicht gar nicht so schlecht ist. Sie beschreiben sich selbst als Electro-Indie-Pop-Gruppe und ja, irgendwo dazwischen sind sie auch einzuordnen. Dazu muss aber erläutert werden, dass die Stimme leicht an einen Rammstein-Verschnitt erinnert und die Arrangements mit Synthies fragwürdig aufgewertet werden. Zudem wird man als Hörer das Gefühl nicht los, dass die Texte als witzig interpretiert werden sollen. Wer den Zugang zu dieser Musik findet, wird diese Platte mit den vierzehn Titeln mögen. Ich entziehe mich da einer Meinung. VÖ: 09.10.09
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Echozone






Ivan Smagghe – »Live at Robert Johnson«
Nach herausragenden Mixes von »Chloé« und »Prins Thomas« geht der dritte Teil der »Live at Robert Johnson«-Reihe an den Franzosen Ivan Smagghe. Und dieser fährt eine etwas andere, unerwartete Zusammenstellung auf. Das Set beginnt mit dem lässigen »Drifting« von Gary Beck und endet bei Rheingolds »Dreiklangsdimensionen«. Dazwischen treffen relativ unbekannte Produzentennamen wie Seymor Bits, Battant oder Entertainment auf Popgruppen wie In Flagranti oder Röyksopp und fließen schlussendlich dann in Wave-Acts wie eben genannte »Dreiklangdimensionen« von Rheingold und »No, Nothing, Never!« von Dark Day über. Weniger minimallastig, dafür teilweise eher poppig, aber ein Mix, der absolut begeistert.
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Kompakt






Granlab – »Industrial Romance«
Heiko Schwanz alias Granlab veröffentlicht mit »Industrial Romance« ein wunderschönes, durchdachtes Minialbum. Insbesondere der Titeltrack und die dazugehörige Remix-Version vom in London lebenden DJ Max Cooper reißen mit. Acht Lieder mit jeweils eigenen schönen Klangwelten. Manchmal tanzbar (z.B. »Kunstlicht« und »Silhouette«), dann wieder gefühlvoll (»Between Nothing«). Elektronische Töne mit leichten Pop-Elementen. Fein.
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Broque.de/Beatport






LCD Soundsystem – »45:33 Remixes«
Während James Murphy noch an einem neuen Album von »LCD Soundsystem« für das kommende Jahr arbeitet, wird nun ein sein älteres Werk »45:33« neu interpretiert. Der ehemals für Jogger komponierte Track sollte in seiner Dynamik dem körperlichen Empfinden während eines Jogging-Laufes entsprechen, nun werden die Klänge unter Mithilfe von Künstlern wie beispielsweise Runaway, Prince Language, Prins Thomas und Theo Parrish’s neu gemixt. Interessante Zusammenstellung.
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DFA Records/Parlophone






Franz K. – »Mehr Respekt«
Zwanzig Jahre nach dem letzten Studioalbum stellen die Deutschrocklegenden von Franz K. ihr neuestes Werk vor und eines kann man festhalten: Sie haben es nicht verlernt. Wer nun aber denkt, dass die Herren den Stil verändert haben, der irrt. Die Musik klingt auch heute noch nach den frühen 90ern. Handgemachte Rockmusik mit deutschen Texten im »Ruhrpott-Slang«. 15 Songs inklusive des Bonus-Tracks ihres Klassikers »Bock auf Rock« im 2009er-Gewand.
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Fastball Music

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