»Wenn Schwimmen schlank macht, was machen Wale falsch?«
von verlag • 27.10.2009 • Kategorien: Allgemein, Kultur, Termine»Warum gibt es kein Katzenfutter mit Mäusegeschmack? Und was sind eigentlich die Elemente und warum sind sie so elementar wichtig?«
Wenn die Kleinen die Welt entdecken, müssen Mama und Papa stets eine Antwort parat haben. Das kann ganz schön anstrengend sein. Wie wäre es, wenn einmal Profis diese Rolle übernehmen? Auf Einladung der VHS Oldenburg erklärt die Theatergruppe »Die Mimosen« anschaulich das Zusammenspiel der Elemente Wasser, Luft, Feuer und Erde. Ihr modernes Märchen »Josefine und die Brüder des Windes« rührt an und ist zugleich poetisch, spannend, komisch, musikalisch – und zwar für Jung (ab vier Jahren) und Alt.
Die Geschichte beginnt im Ort Terrania, dem das Wasser ausgeht. Um ihre Lieblingsblume zu retten, macht sich Josefine auf den Weg zu den Elementen. Auf ihrer weiten Reise begegnet sie zunächst dem Feuer, das es sich in ihrem trockenen, heißen Land bequem gemacht hat. Josefine wandert weiter über das große Gebirge und dort trifft sie den zutiefst betrübten Regen. Er hängt unten auf der anderen Seite des Gebirges fest. Sein Bruder, der Wind, der ihn früher über die Berge trug, ist verschwunden. Sollte der zwielichtige Wasserverkäufer seine Finger im Spiel haben? Wird Josefine den Wind finden? Kann sie den natürlichen Kreislauf und das Spiel der Elemente wieder in Gang setzen? Wer Antworten auf diese Fragen sucht, sollte sich am 1. November auf den Weg in das Kulturzentrum Ofenerdiek machen. Das Theaterstück beginnt um 15 Uhr.
Mit feurigen Sprüchen und luftig leichtem Humor holt dagegen das politsch-satirische Kabarett der Stadt Leipzig – kurz »Die Leipziger Pfeffermühle« – seine Zuschauer auf den Boden der Tatsachen zurück. In ihrem Stück »Kassa blanka« erinnern die Darsteller des Aushängeschilds der Messestadt an das Szenario des Klassikers »Casablanca«: Ihre Darsteller bewegen sich zwischen Hoffen und Bangen, zwielichtigen Gestalten und starken Gefühlen. Wo? In Deutschland.
Früher war Deutschland ein reiches Land, heute gehört es den Reichen, die sich mit Wässerchen einduften und auf ihren Wasserbetten schlafen. Der Staat ist in den Miesen. Oben in der Luft kreist nicht mehr der Bundesadler, sondern der Pleitegeier. In der eigenen Kasse des Bürgers sieht es nicht besser aus. Auch hier totale Schwindsucht. Kassa blanka auf der ganzen Linie.
Immer mehr Deutsche wollen raus aus dem Schlamassel. Von Ost nach West, aus der Heimat in die Fremde. Manch einer versucht den Sprung ans rettende Ufer sogar aus dem Stand. Aber wer wird schon Millionär? Der satirische Polit-Thriller der Leipziger Pfeffermühle ist großes Kino mit witzigen Untertiteln. Und schon am Eingang heißt es: »Schau mir in die Kasse, Kleines!« Los geht es am 27. Oktober, um 20 Uhr im Kulturzentrum Ofenerdiek – und hier steht dieses Mal nur die Unterhaltung von Mama und Papa im Vordergrund.
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