CD-Rezensionen 11/09 IV

von abo • 27.10.2009 • Kategorien: Allgemein, Musik, Rezensionen

Dreher & Smart – »Wandertag«
Einen Wandertag der besonderen Art wird auf diesem Live-Album vom diesjährigen Fusion-Festival geboten: Die Herren Dreher und Smart begeben sich auf Wanderschaft und bieten dem Hörer einen Einblick in ihre Reiseerlebnisse. Da erfährt man etwas über die Begegnungen mit der »Waldfee« und »Manul das Schaf« oder wie sich die »Pappel im Wind«, das »Unterholz« oder die »Schipseljagt« klanglich gestalten. Als Publikum lauscht man da gespannt, währenddessen man sich einen Wolf tanzt. Die Landluft der Mecklenburgischen Provinz hat den beiden Großstädtern gut getan – 13 spannende und begeisternde Tracks für die Tanzfläche, welche die Erinnerungen an die Festivalsaison wieder hochkommen lassen!
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3000 Grad Records






Redshape – »The Dance Paradox«
Nach den qualitativ hochwertigen EPs ist es nun endlich soweit: Der geheimnisvolle Mann mit der Maske bringt sein erstes Album heraus. Beim Amsterdamer Qualitätslabel Delsin veröffentlicht Redshape acht Tracks, die wieder einmal von einem tiefen Verständnis des Detroit Technos zeugen und diesen sogar um einige Sphären zu erweitern vermögen. Kluge Strukturen und komplexe Arrangements mit voluminösen Chords und flirrenden Strings. Ein dunkler Mix für den Club und daheim.
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Delsin






Raz Ohara and The Odd Orchestra – »II«
Raz Ohara and The Odd Orchestra präsentieren mit ihrem zweiten Album ein wirklich wunderbares Werk zwischen Pop, Folk, Soul und Jazz. War die erste Zusammenarbeit noch sehr melancholisch angehaucht, wirkt die zweite herrlich sonnig und warm. Mal funky und poppig, dann wieder experimentierfreudig verspielt werden in zehn Songs das Können und die Spielfreude der Beteiligten sichtbar. Neben ruhigen minimalen Folkssongs sind Uptempo-Nummern und die ein oder andere Elektro-Spielerei zu finden. So simpel der Name – die Platte ist äußerst gelungen.
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Get Physical






V.A. – »Snuggle & Slap«
Das Pariser Label Circus Company feiert seinen zehnten Geburtstag mit einem Doppel-Album für Liebhaber der etwas bizarreren House-Varianten. Bizarr heißt hier aber nicht gleich seltsam, denn das, was man auf den zwei Silberlingen findet, ist absolut gelungen und abwechslungsreich! So lädt die erste CD »Slap« zum Tanze und bietet groovige, deepe, vertrackte House-Nummern, die auch mal in Richtung Soul, Funk und Jazz ausschweifen. »Snuggle« ist dann logischerweise, wie der Name verrät, auf Kuschelkurs und trumpft mit verqueren, experimentelleren Melodien auf. Wer nun noch nicht von dem Werk überzeugt ist, dem wird nun vielleicht die Liste der Artisten umstimmen: In der Manege stehen Künstler wie Ark, Antislash, Audio Werner, dOP, MyMy, Nôze, Nicolas Jaar und Homewreckers. Eine feine Zirkuswelt.
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Circus Company






Friska Viljor – »For New Beginnings«
Die zwei Schweden Daniel Johansson und Joakim Sveningsson sind gesunden Willens (wie ja schon der Bandname verrät) und liefern mit ihrem dritten Werk den Soundtrack für einen feuchtfröhlichen Abend in der Kneipe. Und wie es sich für eine alkholgetränkte Feier gehört, ist auf diesem Album alles erlaubt. So wundert es auch nicht, dass hier sämtliche Musikstile zu finden sind. Selbst eine muntere Walzerhymne (»Hey you«) oder die Folk-Blues-Nummer »Sunny day« verblüffen bei dieser Platte nicht – es darf geschunkelt und gegrölt werden. Ob Piano, Mandoline, Ukulele, Trompete, Streicher, Banjo oder Harmonika – alles wird irgendwie in den elf Liedern untergebracht und mit rauchigen Stimmen musikalisch umgesetzt. Mitreißender Indie-Pop der Ohrwurmkategorie von bärtigen, lebenslustigen Skandinaviern.
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Haldern Pop Recordings/Cargo Records






Milano Jazz Dance Combo – »Milano Jazz Dance Combo«
Ein großes Vorhaben und eine wunderbare Umsetzung des Plans ist auf dieser empfehlenswerten Scheibe zu hören: Lo Greco Brothers haben sich mit dem Labelchef Nick von Recordkicks zusammengetan, um die alten Jazztraditionen wieder aufleben zu lassen. Präsentiert werden hier dreizehn warme, fast klassisch-jazzige Harmonien mit einem deutlichen Soul-Einschlag und modernen treibenden Grooves. Die Liebe der Beteiligten zum 80er-Jahre-Jazzdance ist offensichtlich und herrlich realisiert worden. Ein weiteres Plus ist die Auswahl der Vokalisten: So ist der britische Soulsänger Colonel Red neben den Souldamen Dionne Charles, Roxie Ray, Katherine vertreten. Feine Jazzklänge für die Tanzfläche.
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Recordkicks






Alex Gopher – »My New Remixes«
Dass Alex Gopher französischer Herkunft ist, hört man bereits beim ersten Lied – erinnert es doch stark an den »Ed Banger«-Sound. Es wird laut und dick aufgefahren: Von Ladyhawke (»Paris Is Burning«) bis Autokratz (»Stay The Same«), Who Made Who (»Out The Door«) über Air & Etienne De Crezy (»Ash Sync«), Kraftwerk (»Aerodynamik«) und Kid Sister (»Get Fresh«) sind sämtliche Namen der elektronischen Szene vertreten. Energiegeladen und definitiv für die Tanzfläche sind die 20 Tracks vom Pariser Produzenten. Somit ist das Doppelalbums zwar nur bedingt für den Hausgebrauch zu empfehlen – es sein denn, man ist Besitzer eines wohnungseigenen Dancefloors. VÖ: 06.11.09
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Go 4 Music/Groove Attack






Tama Sumo – »Panorama 02«
Lange musste man warten, jetzt bringt das Ostgut-Label mit »Panorama 02« den neuesten Mix zur im Berghain beheimateten gleichnamigen Bar. Nach Cassy ist nun Tama Sumo als Resident-DJane an der Reihe und begeistert mit einem deepen und treibenden Mix, der ihr Können wieder einmal unverblümt darlegt. 21 Tracks, fein abgemixt und zudem durch unveröffentlichte Tracks von Steffi, Lerosa, Shed, Basic Soul Unit, Soundstream oder Tama Sumo & Prosumer abgerundet. Feine Zusammenstellung.
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Ostgut Ton

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