CD-Rezensionen 12/09 I

von abo • 26.11.2009 • Kategorien: Allgemein, Musik, Rezensionen

CD des Monats:
Anajo – »Anajo und das Poporchester«
Die Augsburger Band Anajo feiert ihr zehnjähriges Jubiläum und beschenkt sich und ihre Fans mit einem speziellen »Best of«-Album. Gemeinsam mit 26 Musikern – allesamt Studierende an der Universität Augsburg bzw. am Leopold-Mozart-Zentrum – und unter Mithilfe von Arrangeur Kay Fischer haben die drei Herren Oliver Gottwald, Michael Schmidt und Ingolf Nössner zwölf ihrer Indiepop-Klassiker neu interpretiert und aufgenommen. Herausgekommen ist ein charmantes Werk voller Spielfreude, Humor und den
bandtypisch geistreichen, ehrlichen Texten. Tolle Arrangements – empfehlenswerte Zusammenarbeit.
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Tapete Records



Salm – »Somethingalamode«
Ein fragwürdiges Projekt zweier Franzosen, die am Pariser Musikkonservatorium studiert haben und nun ihr Talent nutzen, um Haute Couture musikalisch zu untermalen. So handelt es sich hier wirklich um den Soundtrack der Modeschauen von Chanel. Zwölf Stücke im »Elektro-French-House-Gewand« mit klassischen Streicherstrukturen und Titeln wie »GString« und »Vodka Martini«. Zweitgenannten braucht man hierbei auch.
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Yellow Productions



Ich+Ich – »Gute Reise«
Auf eine 46-minütige Reise durch sämtliche emotionale Zustände begibt man sich beim dritten Studioalbum von Annette Humpe und Adel Tawil alias Ich+Ich. Die Berliner singen von Liebe (»Yasmine«) und dem Verlust eben dieser (»Es tut mir leid«), Freundschaft (»Universum«) und Dankbarkeit (»Danke«) – im Ohrwurmcharakter (»Pflaster«) und textlich wie eh und je mit einer großen Portion Gefühl und Dramatik.
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Universal Music



V.A. – »Die Verhältnisse rocken«
Die Globalisierungskritiker von Attac Deutschland feiern ihren zehnten Geburtstag mit einem Soli-Sampler der besonderen Art – und das nicht nur in Bezug auf die Genre- und Interpretenwahl. Viele unveröffentlichte und exklusive Songs, jedoch ungewöhnlich unkritisch treffen hier mit z.B. Spillsbury, Jan Delay, Rainer von Vielen und Die Sterne elektronische Töne auf HipHop, Punk, Hamburger Schule und Deutschrock.
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Rookie Records

abo ist Anna-Lena Borchert
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